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Jul
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ca. 5 Min.
Coaching
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Was ist Coaching? Grundsätze und Phasen im Coaching

Inhaltsverzeichnis

Sei es die Unzufriedenheit im Job, eine unerfüllte Partnerschaft, der Wunsch nach einem gesünderen Leben oder die Suche nach dem Sinn des Lebens: Coaching ist voll im Trend! Heutzutage lassen sich viele Menschen in allen möglichen Lebensfragen beraten und begleiten. Immer mit dem Ziel, einen bestimmten Wunschzustand zu erreichen.

Coaching ist inzwischen weit verbreitet: Doch was ist Coaching eigentlich? Welche Phasen gibt es im Coaching und wie unterschieden sich Coaching-Arten? Wir klären auf!

Die Grundsätze des Coachings

Interaktion & Fokus auf die Person

Coaching ist ein interaktiver und personenfokussierter Prozess der Begleitung. Dabei kann das Coaching berufliche oder private Inhalte umfassen. Im Fokus steht immer das aktuelle Anliegen des Klienten (auch „Coachee“ genannt). 

Beim Coaching begegnen sich Coach und Klient auf „Augenhöhe“. Der Coach sowie der Klient sind gleichermaßen verantwortlich und gefordert, aktiv ihren Beitrag zu einem gelingenden Coaching-Prozess zu leisten.

Prozessberatung

Während des Coachings liefert der Coach keine maßgeschneiderten Lösungswege. Viel mehr begleitet der Coach den Klienten dabei, beispielsweise eigene Denk- und Verhaltensmuster zu hinterfragen, um so eigene Lösungswege zu entwickeln. 

In dem Sinne agiert der Coach nicht als „Besserwisser“, sondern als Sparringspartner, der dem Klienten dabei hilft, eigene Lösungen zu finden bezüglich Herausforderungen wie z. B. im Job oder in einer Beziehung. Coaching geht davon aus, dass der Klient der Experte für sein Leben ist, während der Coach der Experte für den Prozess ist.

Lösungs- und Zielorientierung 

Coaching ist lösungs- und zielorientiert. Der Coach  unterstützt den Klienten dabei, selbstgewollte und realistische Ziele zu erreichen. Außerdem wird der Klient vom Coach dazu motiviert, schnell von der Problem- in die Lösungsperspektive zu wechseln, um ins Handeln zu kommen - denn nur durch aktives Handeln können gewünschte Veränderungen eintreten.

Beziehung

Die Grundlage eines erfolgreichen Coachings ist, dass sie auf einer tragfähigen Beziehung basiert, die durch gegenseitige Akzeptanz und Vertrauen gekennzeichnet ist. 

Damit das Coaching zu einem erfolgreichen Ergebnis führen kann, ist wichtig, dass sowohl der Klient als auch der Coach das Coaching freiwillig antreten.

Neutralität 

Während des Coachings drängt der Coach den Klienten nicht in eine bestimmte Richtung. Der Coach nimmt eine neutrale Rolle ein. Die Aufgabe des Coaches ist es, hilfreiches Feedback zu geben und ein Sparringspartner zu sein, ohne proaktiv Ratschläge zu geben.

Dazu gehört eine wertfreie Einstellung des Coaches. Zudem darf der Coach seinem Klienten keine Ideen oder Meinungen aufdrängen, die auf dem eigenen Wertesystem basieren. Gleichwohl kann ein Coach dem Coachee seine eigene Ansicht mitteilen, wenn er danach gefragt wird.

Ziel 

Coaching verfolgt immer ein bestimmtes Ziel, wie beispielsweise die eine berufliche Veränderung, Klarheit im Hinblick auf die eigenen Ziele oder dem Umgang mit Stress und Sorgen. Coaching soll unabhängig machen und den Klienten dazu befähigen, seine Stärken zu erkennen, limitierende Glaubenssätze aufzulösen und seine Wünsche und Ziele zu verwirklichen.

Konkret bedeutet dies, dass der Klient neue Perspektiven und Erkenntnisse gewinnen soll, die ihm neue Denk- und Handlungsspielräume eröffnen. Dadurch wird der Klient gefördert und gewinnt an Selbstbestimmung.

Einsatz von erprobten Konzepten 

Im Rahmen eines Coachings kommen wissenschaftlich fundierte Methoden, Techniken und Interventionen zum Einsatz. Ein guter Coach klärt den Klienten über sein Vorgehen, etwa die Gestaltung des Prozesses sowie die Wahl der Methodik, auf. Damit das Coaching zu einem Erfolg wird, ist es hilfreich, wenn der Klient versteht, wie das Coaching ablaufen wird. 

So kann der Coach, z. B. mithilfe  bestimmter Fragetechniken, des Klienten aufdecken. Umso eigene Verhaltensmuster und Vorgehensweisen zu hinterfragen. 

Gleichzeitig kann der Coach durch gezieltes Fragen auch die Visionen und Ressourcen des Klienten aktivieren, um ihm damit neue Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen oder dem Klienten dabei zu helfen, seine eigenen Kompetenzen zu erweitern. 

Coaching ist zeitlich begrenzt 

Coaching ist zeitlich begrenzt und findet in mehreren Sitzungen statt. Je nach Anliegen des Klienten definiert der Coach den Zeitraum der Beratung.

Zwei Frauen, die an einem Tisch sitzen.
Vorgespräch zwischen Coach und Klient

Was ist Coaching? 7 Phasen des Coachings

Ein Coaching ist immer individuell und wird auf die Fragen, Probleme oder Anliegen eines jeden Klienten persönlich angepasst. Dennoch lassen sich Abläufe im Coaching erkennen, die jeder wissen und kennen sollte:

  1. Vorgespräch: 
    In dieser Phase lernen sich der Coach und der Klient kennen. Diese Phase dient der Vertrauensbildung. Oft wird in dieser Phase bereits die aktuelle Situation des Klienten angesprochen sowie die Ziele und der zeitliche Rahmen des Coachings geklärt.
  2. Festlegung von Vereinbarungen
    Der Coach und der Klient können sich eine Zusammenarbeit vorstellen, die Chemie zwischen den beiden stimmt. Bevor das Coaching beginnt, wird der Rahmen des Coachings definiert: Wie ist der zeitliche Rahmen? Wie viele Sitzungen sollen stattfinden? Wo soll das Coaching stattfinden und wie viel wird das Coaching kosten?
    Diesen und vielen weiteren „bürokratischen“ Fragen gehen der Coach und Klient gemeinsam auf den Grund, um Missverständnisse zu vermeiden.
  3. Analysephase
    Das eigentliche Coaching beginnt. In dieser Phase sammelt der Coach Informationen, stellt Fragen und erforscht erste Problemfelder. Ziel ist es, den Status quo zu verstehen. Diese Phase hilft dem Coach, mögliche Blockaden und Potenziale des Klienten zu entdecken und sie zu analysieren.
  4. Veränderungsphase
    Der Klient erhält erstes Feedback. Gleichzeitig stellt der Coach dem Klienten mögliche Handlungswege und Strategien vor. Wichtig hierbei ist, dass der Coach den Klienten keinen konkreten Lösungsweg aufzeigt. Viel mehr begleitet der Coach den Klienten auf dem Weg der Veränderung und verstärkt den Klienten in seiner Entscheidung.
  5. Umsetzungsphase
    Jetzt ist die entscheidende Phase angebrochen. In dieser Phase geht es darum, die mit dem Klienten gemeinsam ausgearbeiteten Handlungsschritte in den Alltag zu integrieren. Entscheidend dafür ist der Wille und das Durchhaltevermögens des Klienten.
    Denn: Die Umsetzung erfordert Überwindung und Geduld.
  6. Kontrolle des Erfolgs
    Was hat sich im Leben des Klienten verändert? Haben die Handlungsschritte zum Erfolg geführt? Konnten die Ziele erreicht werden? Der Coach und Klient analysieren gemeinsam in dieser Phase den Erfolg der Strategien. Je nachdem, ob die Umsetzungsphase erfolgreiche war oder nicht, werden weitere Maßnahmen abgeleitet. Immer mit dem Ziel vor den Augen, die Zielsetzung zu erreichen.
  7. Abschlussphase
    Ein Coaching sollte nie einfach so enden. Ein abschließendes Resümee hilft beiden Seiten. Folgende Fragen können hierbei z. B. geklärt werden: Was hat der Klient gelernt? Gab es eine Kompetenzerweiterung? Wie hat dem Klienten die Beratung gefallen? Und traut sich der Klient, das behandelte Anliegen in Zukunft alleine zu meistern?
    Idealerweise ist der Klient am Ende des Coachings so weit, dass er auf den Coach nicht mehr angewiesen ist. Jedes Coaching hat nämlich ein Ziel: die Hilfe zur Selbsthilfe.
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Wo wird Coaching eingesetzt?

Die Hilfe zur Selbsthilfe ist ein Grundziel im Coaching. Die Förderung des Bewusstseins, Verantwortung sowie eine bessere Selbstreflexion des Klienten sind weitere Ziele, die  Coaching verfolgt. 

Ein Coaching kann in folgenden Bereichen eingesetzt werden: 

  • Berufliches Coaching 
  • Private Herausforderungen
  • Zeitdruck
  • Barrieren, Blockaden und Angst 
  • Sinnkrisen
  • Burnout
  • Überforderung
  • Mobbing
  • Probleme in zwischenmenschlichen Beziehungen 
  • Führungsprobleme 

Die Unterschiedlichkeit der Anwendungsbereiche zeigt, dass der Coach je nach Ausgangssituation und persönlichem Anliegen des Klienten verschiedene Funktionen und Rollen einnehmen kann. Somit kann das Coaching je nach Ausgangssituation verstärkt personenbezogen sein oder den Fokus auf die Bewältigung einer spezifischen Aufgabe oder eines Problems legen. 

Zwar bestimmt die Ausgangssituation, welche Aspekte der Lebenswelt des Klienten verstärkt betrachtet werden, dennoch verbietet es der Mehrperspektivenansatz im Coaching, nur einen bestimmten Blickwinkel einzunehmen. Aus diesem Grund bezieht sich Coaching sowohl auf die sachlichen als auch auf die personenbezogenen Aspekte einer aktuellen Herausforderung – nur mit einem stärkeren Fokus je nach Anliegen des Klienten.


Für wen eignet sich ein Coaching?

„Problem talk creates problems. Solution talk creates solutions.“ - Steve de Shazer

Ein Coaching richtet sich an alle Menschen – unabhängig vom Alter. Damit das Coaching möglichst erfolgreich ist, sollte der Klient die Absicht haben, etwas in seinem Leben verändern zu wollen. 

Dies beinhaltet den Willen, das eigene Verhalten, vorhandene Denkmuster, Ziele und Glaubenssätze hinterfragen zu wollen. Der Wunsch, etwas verändern zu wollen, muss von dem Klienten kommen. Ein Coach leitet diesen Prozess ein und begleitet den Klienten auf dem Weg der Veränderung. 

Ein Coaching ist ziel- und lösungsorientiert. Die Ursachen und Hintergründe eines Problems oder einer Blockade werden zwar durchleuchtet, doch der Fokus liegt oft auf der Persönlichkeitsentwicklung des Klienten. 

Ein Coaching kann in allen möglichen Krisensituationen helfen. Dabei kann der Prozess sich über mehrere Monate oder Jahre erstrecken, abhängig davon, wie komplex das Anliegen des Klienten ist.

Welche Coaching-Arten gibt es? 

Je nach Anliegen und Problem des Klienten kann eine bestimmte Coaching-Art hilfreich sein. Folgende Arten werden im Coaching unterschieden: 

  • Einzelcoaching:
    Das Einzelcoaching beinhaltet einen 1:1 Beratungsprozess. Die Coaching-Methode ist interaktiv und personenzentriert. Meist werden die beruflichen oder persönlichen Ziele eines Klienten bearbeitet. Der Coach unterstützt den Klienten in der Formulierung von Zielen und der Selbstreflexion.
  • Teamcoaching:
    Ein Teamcoaching hat die Aufgaben, die Zusammenarbeit innerhalb eines Teams zu optimieren. Hierbei werden gemeinsame Ziele und Aufgabenverteilungen bestimmt sowie Konflikte innerhalb des Teams geklärt.
  • Systemisches Coaching:
    Systemisches Coaching beinhaltet die Begleitung einer Person, einer Gruppe oder einer Organisation bei Veränderungen. Systemisch bedeutet, die gecoachte Person, Gruppe oder Organisation in ihrer Beziehung zu ihrem Arbeits- oder Familien-System zu betrachten und Strategien zu entwickeln, die neue und zufriedenstellende Handlungsmöglichkeiten schaffen.
  • Konfliktcoaching:
    Der Coach analysiert die Dynamiken von Konflikten und hilft, Konflikte aufzubrechen.
Eine Gruppe, die an einem Tisch sitzt.
Teilnehmer eines Teamcoachings

Daneben kann das Coaching auch inhaltlich unterschieden werden in: 

  • Karrierecoaching:
    Das Karrierecoaching richtet sich an Personen, die sich beruflich verändern oder neu orientieren möchten. Wo befindet sich der Klient gerade und welchen beruflichen Weg möchte er einschlagen? Wie können gewünschte Karriereschritte eingeleitet werden? Mithilfe des Karrierecoachings können Klienten herausfinden, was die eigenen Stärken und Kompetenzen sind. Der Coach erörtert mit dem Klienten seine aktuelle Situation und die beruflichen Möglichkeiten und begleitet ihn bei der Umsetzung.
  • Werte-Coaching:
    Das Wertecoaching dient der Stärkung von Soft Skills. Unternehmen können beispielsweise das Werte-Coaching nutzen, um das Betriebsklima zu verbessern oder gemeinsamen mit Führungskräften und Mitarbeitern an einem
    Leitbild zu arbeiten.
  • Life Coaching:
    Life Coaching befasst sich mit der Persönlichkeit und Weiterentwicklung von Menschen. Ein Life Coach unterstützt Klienten dabei, ihre Lebenskrise zu überwinden und verhilft diesen zur Selbstfindung. Das Life Coaching geht von dem Glaubenssatz aus, dass jeder Mensch seine Ressourcen bereits in sich trägt und nur die richtigen Anstöße benötigt, um das eigene Potenzial zu entfalten. Aus diesem Grund sind Life Coaches nicht auf bestimmte Themengebiete spezialisiert, sondern betrachten das Leben in allen Facetten und Bereichen. Sie ermutigen ihre Klienten zur Selbstentdeckung und zum Wachstum, sodass diese ein erfülltes und glückliches Leben führen können.

In einer Studie der University of Sydney, die den Einfluss des Life Coachings auf die mentale Gesundheit und der Zielerreichung untersucht, wurde beispielsweise herausgefunden, dass Life Coaching eine Reihe positiver Effekte haben kann. Life Coaching kann Klienten dabei helfen, ihre Selbstreflexion, mentale Gesundheit und Lebensqualität zu verbessern.

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